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Macht und Gewalt - Grenzen und Mitgefühl


September 27 / 10:00 AM - September 27 / 6:00 PM

Hören wir das Wort „Macht“, kommt in vielen von uns ein unangenehmes Gefühl auf. Macht erscheint uns schnell als etwas Böses und wir wollen nichts damit zu tun haben. Weigern wir uns aber, uns mit Macht in Beziehung zu setzen, entmachten wir uns selbst in unserem Leben und nehmen eine fixierte Opferrolle an. Quelle dieser Verwirrung ist, dass wir häufig „Macht“ und „Gewalt“ als Synonym verstehen. Dies häufig, da wir Macht in ihrer Form als Gewalt und missbrauchte Macht kennen gelernt haben. Sei es durch Erfahrungen von körperlicher, emotionaler, verbaler oder sexueller Gewalt oder durch institutionalisierte Gewalt durch Staat, Firmen usw. Eines der Ziele dieser Workshopreihe ist, diese Ideen von Macht und Gewalt voneinander zu lösen und einen angemesseneren Begriff von Macht zu entwickeln. Macht hier mehr im Sinne von Selbstwirksamkeit, Selbstverantwortung und der Fähigkeit, im Handeln präsent und umsichtig zu bleiben.
Wenn wir uns Macht auf diese Weise nähern ermöglichen wir es uns, uns mit Macht in eine konstruktive Beziehung zu setzen und uns nicht weiterhin selbst zu entmachten. Dies tun wir, indem wir uns weigern, mit Macht in irgendeiner Form in Beziehung zu setzen. Dann liegt alle Macht außerhalb von uns und wir fixieren uns weiter in der Opferrolle, denn dies ist die Folge, wenn wir alle Macht als außerhalb von uns annehmen.
Setzen wir uns mit Macht in eine konstruktive Beziehung, manifestiert sich dies vorwiegend in einer zunehmenden Fähigkeit, angemessene Grenzen zu setzen, zu akzeptieren und zu halten.
Daraus erwächst eine zunehmende Freiheit im Handeln und die Möglichkeit mitfühlenden Handelns: in der Situation angemessen und im Rahmen der eigenen Grenzen und der Grenzen anderer das zu tun, was zu tun ist.

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